Moderne Sklaverei im 21. Jahrhundert

Nur wenige Menschen können sich vorstellen, dass es so etwas heutzutage noch gibt. Das ist auch nicht verwunderlich, denn Sklaverei ist ein Handel, der heimlich, still und versteckt abläuft und nicht bemerkt wird (oder aus Bequemlichkeit verdrängt wird: aus den Augen - aus dem Sinn) Dennoch ist es das Geschäft, das weltweit am drittmeisten einbringt.

Übertopt wird es nur noch vom

Kennzeichen moderner Sklaverei:

Die Sklaverei der heutigen Zeit ist ein wenig anders organisiert als in früheren Jahrhunderten.

Die wesentlichen Unterschiede sind, dass

  1. Die heutigen Sklaven sehr billig zu haben sind, vor allem in Gebieten mit großer Armut. Die Sklavenhändler müssen keinen hohen Preis mehr bezahlen und dem entsprechend haben die heutigen Opfer der Sklaverei keinen großen Wert mehr, wegen dem man sie gut behandeln müsste.
  2. Es besteht ein großer Vorrat an möglichen Opfern, denn die Sklaven kommen meist aus Ländern, in denen der Großteil der Bevölkerung arm und ohne großartige Zukunftsaussichten ist. Da lässt sich ein krank gewordener oder verendeter Sklave leicht ersetzen.
  3. Oft werden diese Menschen nicht wie früher durch Ketten festgehalten, sondern mittels Gewalt, Androhung von Gewalt, weil sie verschleppt worden sind und nicht mehr nach Hause können, durch fehlende Dokumente und durch Schulden.

    Wo gibt es Sklaven?

    Mögliche Bereiche in denen sie zum Beispiel eingesetzt werden, sind: Prostitution, Organhandel, Bergbau, Köhlereien, Kleidungsindustrie, Gastronomie, Stahlproduktion, Kaffeeanbau (!!), Zuckerherstellung, private Haushalte und auch besonders in der Landwirtschaft. Wichtig ist dabei zu erkennen, dass die Produkte, die damit erzeugt werden, billig auf den Märkten in den reichen Industrieländern angeboten werden und dass vor allem die großen Unternehmen viel Profit damit machen. Eine Möglichkeit dagegen zu kämpfen besteht durch den Einkauf fairgehandelter Waren zum Beispiel in Supermärkten, EineWeltLäden und Bioläden ( Links).

    Weltweit gibt es um die 27 Millionen Sklaven. Zum Beispiel in Ländern wie Indien, Pakistan, Brasilien, Bangladesh, Nepal, Afrika, in der Karibik, in der Dominikanischen Republik, in den USA, in der Schweiz, in England, Frankreich und in Deutschland (Nach Schätzungen der UN gibt es in Deutschland 200000 Zwangsprostituierte).

    Auf den kommenden Seiten wird näher auf die aktuelle Sklaverei in Brasilien und die Situation der Bevölkerung eingegangen.

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