Der Kampf gegen die Sklaverei ist gefährlich:

Die Menschen, die die Sklaverei bekämpfen, begeben sich dabei in Lebensgefahr. Xavier Plassat, ein französischer Dominikaner, der seit 12 Jahren bei der CPT arbeitet, bekommt Morddrohungen und steht auf der Todesliste der Pistoleros (die bezahlten Auftragsmörder der Großgrundbesitzer). So wie ihm ergeht es vielen Mitgliedern der CPT. Allein 2001 wurden in Parã 10 Gewerkschaftsmitglierder und Landlosenführer ermordet, in ganz Brasilien waren es 29. Der letzte Aufsehen eregende Mord geschah am 28.01.2004 im Bundesstaat Minas Gerais. Drei staatliche Arbeiterkontrolleure und ihre Fahrer wurden bei einer Routinekontrolle, bei der sie gar nicht speziell nach Sklaven suchten, von Pistoleros erschossen. Das ist das erste Mal, das staatliche Aktivisten angegriffen wurden und es zeigt, wie sehr sich die Lage in Brasilien zugespitzt hat.

Aber es gibt auch Erfolge: 2001 wurden in Brasilien 2000 Sklavenarbeiter befreit, 1500 davon in Süd-Parã. Doch die Großgrundbesitzer bleiben meist unbestraft. Falls es mal zu einer Gefängnisstrafe kommt, sind sie dank ihres Einflusses bald wieder draußen. Die Bußgelder werden meistens nicht gezahlt - die Prozesse verschleppen sich bis zum Stillstand. Um gegen die Straffreiheit anzugehen, schlugen die CPT und ASI (Anti- Slavery International) der Regierung schon mehrmals ein Gesetz vor, das die Großgrundbesitzer mit Besitzenteignung bestraft. Doch die Vorschläge wurden immer wieder zurückgewiesen (die Korruption greift überall).

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