CPT - "Comissã Pastoral da Terra"

Das Vertrauen in den Staat ist aus guten Gründen nicht sehr groß. Vor noch 30 Jahren während der Militärdiktatur, war es den Menschen nicht erlaubt in Gruppen von mehr als 3 Leuten zusammenzustehen. Der einzig halbwegs sichere Ort, wo die Leute Meinungen austauschen konnten, war die Kirche. Dort formierte sich der erste Widerstand und die CPT (Comissã; Pastoral da Terra) wurde gegründet. Heutzutage besteht sie aus 225 festangestellten Aktivisten und etwa 500 Freiwilligen ( auch ehemalige Sklaven).

Die CPT besitzt großes Vertrauen von seiten der Bevölkerung, da sie völlig unabhängig vom Staat agiert und auch in den schlimmsten Situationen den Landlosen hilft. Das eigentliche Ziel der CPT ist es, das Land an die Menschen zu bringen. Ein Arbeiter mit seiner Hacke ist in der Lage auf einem kleinen Stück Land alles anzubauen, was seine Familie zum Überleben braucht. Dank eines etwas ungewöhnlichen Gesetzes besteht sogar die Möglichkeit in den Besitz dieses Landes zu kommen. Dafür muss ein Arbeiter nachweisen können 1 Jahr lang ein Stück Land bewirtschaftet zu haben, dann gehört das Land ihm. Der Nachweis ist natürlich schwer zu erbringen und die Mehrheit der Landlosen weiß auch nichts davon (wer nicht lesen kann...). Die CPT führt Informationsarbeit durch, sucht die Landlosen und ehemaligen Sklaven auf und informiert sie über ihre Rechte, hilft ihnen sich zusammmenzuschließen, um gemeinsam in Gruppen zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen.

Informationscomic der CPT

Informationscomic der CPT für Analphabeten

Die CPT- Mitglieder sind oft die einzigen, bei denen es die entflohenen Sklaven wagen aufzutauchen und ihnen von ihrer Flucht zu erzählen. Mittlerweile kennt die CPT auch schon viele berüchtigte Fazendas und die Tricks ihrer Besitzer, sie stellten eigene Ermittlungen an und suchten entflohene Sklaven auf, von denen ihnen berichtet wurde/wird. Die CPT aktiviert über vertrauliche Kontakte ebenfalls die mobilen staatlichen Kontrollgruppen, wenn geflohene Zwangsarbeiter ihnen von den Fazendas erzählen, auf denen sie gearbeitet haben. Jedoch reagieren diese oft so langsam, das die Großgrundbesitzer genug Zeit haben um Vorkehrungen zu treffen.

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